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PERSON(EN): Schmidt D.

Studien über die Geschichte der Wolgadeutschen

VERLEGER, ERSCHEINUNGSJAHR: Pokrowsk: Zentralvölker Verlag der Union der soz. Räte, 1930.

UMFANG/FORMAT: 385 S.

SPRACHE(N): Deutsch

MATERIALART: Bücher

BIBLIOGRAFISCHE BESCHREIBUNG: Studien über die Geschichte der Wolgadeutschen. Tl 1., Seit d. Einwanderung bis zum imperialist. Weltkriege / D. Schmidt. - Pokrowsk, Wolga [, Kommunarnaja Pl. 13] : Zentral-Völker-Verlag, 1930. - III, 384 S. : 1 eingedr. Kt.

David Schmidt – Wolgadeutscher, Historiker, Schüler und Anhänger der Pokrovsky-Schule, die in den 1920er Jahren in der nationalen Geschichtswissenschaft führend war. "Essays über die Geschichte der Wolgadeutschen" erschien 1930 in Pokrovsk (1931 wurde es in Engels umbenannt), die Hauptstadt der Republik der Wolgadeutschen. Das Buch wurde in zwei Teilen veröffentlicht.
Der erste Teil, der publiziert werden konnte, beleuchtete die Geschichte der Wolgadeutschen seit ihrer Entstehung an der Wolga und vor dem Ersten Weltkrieg. Im zweiten Teil sollte das Leben der Wolgadeutschen nach 1914 dargestellt werden. Der zweite Teil wurde jedoch nie veröffentlicht. Außerdem hatte der erste Teil des Buches ein tragisches Schicksal. Im Jahr 1930, als das Buch erschien, wurden Industrialisierung, Kollektivierung und die "Kulturrevolution" im Land und in der Republik der Wolgadeutschen inmitten einer "umfassenden Offensive des Sozialismus entlang der gesamten Front" durchgeführt.
Paradigmen der sozialen Entwicklung haben sich verändert. Es gab einen neuen "großen Führer" - J. Stalin, der mit der alten Interpretation der Geschichte des Landes und der Kommunistischen Partei nicht zufrieden war. Die Schule von Pokrovsky war in der Schande, sein Gründer und Führer wurde vom kreativen Sockel abgesetzt, seine Anhänger wurden verfolgt. David Schmidt ist diesem Schicksal auch nicht entgangen. Am 6. Januar 1932 fand eine besondere gemeinsame Sitzung des Präsidiums des Regionalkomitees und des Präsidiums der regionalen Kontrollkommission der Kommunistischen Partei der ASSR der WD statt. Das Treffen war einer Diskussion von Stalins Brief über das Erlernen der Geschichte der KPdSU gewidmet.
Im Rahmen der Erörterung des Briefes wurde die Arbeit von D. Schmidt "Essays über die Geschichte der Wolgadeutschen" scharf wegen ihres "kulaken, sozialistisch-menschewistischen" Charakters kritisiert. Die höchsten Parteiorgane der Deutschen Republik haben eine Entscheidung getroffen: Dieses Buch als "schädlich" zu betrachten und "außer Gebrauch zu nehmen". Die Entscheidung wurde umgesetzt. Fast die gesamte Auflage des Buches wurde zerstört. Bis heute gibt es einzelne Kopien von privaten Bibliotheken. Es war gefährlich, ein solches Buch zu behalten, also wurde es verändert und versteckt.
So auch das Exemplar, das wir auf die Webseite gestellt haben. Es hat statt dem Originaleinband, ein Einband eines anderen Buches. Aus diesem Grund können wir Ihnen nicht das Originaleinband des Buches zeigen. Die Zeit hat die Originalausgabe nicht verschont. Es ist in einem sehr schlechten Zustand. Es ist jedoch gelungen, den gesamten Text zu digitalisieren. So kann man sagen, dass D. Schmidts Buch seine zweite Veröffentlichung hat und nun wieder für die breite Leserschaft zugänglich ist. Die digitale Version des Buches wurde von Arkady Herman und Olga Silantieva vorbereitet und auf die Webseite gestellt.


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