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30. Mai 2017

Neuer künstlerisches Album anlässlich des 500. Reformationsjubiläums erschienen

Im 500. Jubiläumsjahr der Reformation hat der Internationale Verband der deutschen Kultur ein einzigartiges künstlerisches Album „Vom Himmel hoch, da komm ich her…“ über die architektonische Geschichte der lutherischen Symbole in Russland – die Kirchen – veröffentlicht. Das Album enthält historische Aussagen, künstlerische Texte, seltene archivierte Pläne und gegenwärtige Fotos sowie Kunstwerke, die während des russlanddeutschen Art Laboratoriums entstanden sind.

„Dieses Jahr wird etwas Weltbewegendes gefeiert, die ganze Welt feiert 500 Jahre Reformation, die einen gewaltigen Einfluss auf die Entwicklung von Kunst, die Religion und Kultur verschiedener Nationen. Das Album des Internationalen Verbands der deutschen Kultur ist nicht nur ein Projekt, das die Geschichte des Luthertums in Russland darstellt. Es ist eine künstlerisch-analytische Arbeit, die einen unabdingbaren Teil des historischen Erbes unseres Landes ist, die als lutherische Tradition der Russlanddeutschen gilt“, sagte der Leiter des föderalen Amtes für Nationalitätenangelegenheiten Igor Barinow. 

Das Werk ist einzigartig, weil es die lutherische Kultur unseres Landes auf lebendige Art und Weise aufzeigt und reich an künstlerischen Werken ist. Das Album ist nach dem bekannten Gedicht Luthers «Vom Himmel hoch, da komm ich her» benannt. 

„Einerseits möchten wir unseren Vorfahren gedenken und diese Ehren, die die zu Lebzeiten Martin Luthers in Rssland lebten und diejenigen, die nach der Einladung Katharinas II. 1762-1763 massenweise in die russischen Gouvernements einwanderten und allein im Wolgagebiet 75 lutherische Kolonien gründeten. Andererseits möchten wir unseren Mitbürgern und allen Europäern die reiche Geschichte und Tradition des Luthertums in Russland aufzeigen“, so die erste stellvertretende Vorsitzende des IVDK, Olga Martens. 

Das Album enthält die Werke des Art-Laboratoriums der Künstlervereinigung der Russlanddeutschen, die während einer Expedition  im Wolgagebiet etnstanden sind. Es sind vor allem Werke, die die evangelischen Kirchen in Russland darstellen. Manche von ihnen sind restauriert worden, andere sind bis heute zerstört. 

„Die Reformation war nicht nur ein religiöses Ereignis. Sie brachte die Menschen dazu, ihr Verhältnis zu Gott zu überdenken und somit auch ihren Platz in der Gesellschaft… Die Reformation ging von einem Menschen aus und berührte alle um ihn herum. Wir sind die Erben der Reformation, sind wir nun gläubig oder nicht… In diesen Kirchen wurde wichtiges begangen – die Reformation des Herzens. Hier wurde mit Liedern dem gedankt, der Leben schenkt, seine Wünsche erfüllt und andere unterstützt. Hier hatten Menschen eine Eingebung darüber, wie sei ihr Leben verändern und reformieren sollten“, fasste der Erzbischof der evangelisch-lutherischen Kirche in Russland, Dietrich Brauer, zusammen. 

Die Ausstellung und das Album bringen Menschen dazu, die Geschichte der Russlanddeutschen duch die Reformation kennenzulernen. Das Album enthält bisher unveröffentlichte historische Dokumente – architektonische Pläne und historische Bescheinigungen über die lutherischen Kirchen und Gemeinden in großen Städten sowie den russlanddeutschen Kolonien im Wolgagbiet. Die Chronologie des Luthertums in Russland und historische Texte über die Kirchen wurden von der darauf spezialisierten Historikerin, Olga Lizenberger, zusammengestellt. 

Die Ausstellung wird derzeit in Deutschland präsentiert, in Augsburg und Sachsen-Anhalt kann die Ausstellung besucht werden.  Das Album hat eine Auflage von 1000 Exemplaren und kann im DRH Moskau eingesehen werden. 

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